Offener Brief an den SWFV

Der FK Clausen hat gemeinsam mit neun weiteren Vereinen aus dem Kreis Pirmasens/Zweibrücken einen offenen Brief an SWFV-Präsident Thomas Bergmann unterzeichnet.

Der Anlass: Mit der Bekanntmachung Nr. 06/2026 hat das Präsidium die Gebühren nach § 15 der Rechts- und Verfahrensordnung teils um bis zu 150 Prozent erhöht. Die Protestgebühr in den unteren Klassen steigt von 40 auf 100 Euro.

Für Amateurvereine, die ohnehin ums finanzielle Überleben kämpfen, ist das kaum zu tragen. Wer sich Rechtsmittel nicht mehr leisten kann, verliert faktisch seine Stimme im Spielbetrieb. Das darf im Amateurfußball nicht der Maßstab werden.

Wir bitten den Verband, die Erhöhung zu überdenken und zu senken. Für Gespräche sind wir offen.

Betr.: Änderung der Rechts- und Verfahrensordnung des SWFV

Sehr geehrter Herr Präsident,

die unterzeichneten Vereine wenden sich mit diesem „offenen Brief“ direkt an Sie.

Mit Erschrecken haben wir die Änderungen in der Rechts- und Verfahrensordnung und der Strafordnung des SWFV in der amtlichen Bekanntmachung Nr. 06/2026 vom 26.03.2026 zur Kenntnis genommen. Das Präsidium des SWFV hat darin beschlossen, die Gebühren und Kosten nach § 15 zu erhöhen.

Mit dieser Entscheidung werden Gebühren in einem völlig unverhältnismäßig hohen Maße angehoben, teilweise um 150 Prozent. Für uns Amateurvereine und unsere ehrenamtlichen Funktionsträger sind diese Erhöhungen völlig inakzeptabel und nicht nachvollziehbar.

So wurden zum Beispiel Protestgebühren in den untersten Klassen von 40 Euro auf 100 Euro angehoben. Viele Proteste und Verfahren im Spielbetrieb werden auch beim SWFV von ehrenamtlichen Funktionsträgern bearbeitet. Diese opfern ihre Freizeit, um für den Amateurfußball ihren Beitrag zu leisten. Für uns Vereine drängt sich der Verdacht auf, dass wir seitens des Verbandes einfach „abkassiert“ werden und man sich über die Gebühren leicht verdiente Einnahmen verschaffen möchte.

Die meisten unserer Vereine kämpfen mittlerweile ums finanzielle Überleben. Gestiegene Energiekosten, Abgaben und sonstige Kosten können kaum noch gestemmt werden. Durch die unverhältnismäßig hohen Gebühren kann es sich so mancher Verein künftig nicht mehr erlauben, Rechtsmittel einzulegen. Es entsteht der Eindruck, dass die „reichen Vereine“ weiter Rechtsmittel einlegen können, während die ärmeren Vereine „mundtot“ gemacht werden sollen.

Sollte hinter der Gebührenerhöhung der Gedanke stehen, die Zahl der Verfahren zu verringern, mag das ein Weg dorthin sein. Aus unserer Sicht ist es jedoch der falsche Weg. Statt die Gebühren so zu erhöhen, dass Beschwerden und Berufungen zurückgehen, sollte eher versucht werden, engagierte Funktionsträger zu finden, die die Vorgänge bearbeiten.

Auch wir Vereine müssen mit der Zeit gehen, um die wachsenden Aufgaben zu bewältigen. Wir tun das, indem wir engagierte Ehrenamtliche finden, die Vereinsarbeit übernehmen wollen.

Die unterzeichneten Vereine bitten Sie, diese Gebührenerhöhung noch einmal zu überdenken und zu reduzieren. Für Gespräche darüber sind wir jederzeit offen.

Den unterzeichneten Vereinen obliegt es selbst, diesen offenen Brief eigenverantwortlich zu veröffentlichen.

Die Vereine: FK 1919 Clausen, FC Dahn, SG 1921 Eppenbrunn, FC 1923 Hengsberg, SV 1931 Hermersberg, TSG Mittelbach-Hengstbach, TuS 1894 Rimschweiler, SV 53 Rodalben, TuS 1959 Rumbach, SVN 1929 Zweibrücken

Dieses Dokument wurde elektronisch versendet und ist auch ohne Unterschrift gültig.

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